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SAC Sektion Zermatt

Tourenbericht

Allalin 4027m Hohlaubgrat, 22. Juli 2017 → Fotos

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Leitung: Fernando Guntern
Seilschaft 1: Fernando Guntern, Silvia Halter, Marielle Oggier
Seilschaft 2: Andrea Soltermann, Mirella Cerasola, Hubert Abgottspon
Seilschaft 3: Valentin Jentsch, Fabienne Jelk

Der Wecker klingelt heute deutlich früher als gewohnt. Morgen­toilette, anziehen, früh­stücken, Lunch einpacken und ab zum Treff­punkt.


Noch vor dem ersten Hahnen­schrei treffen sich alle Teil­nehmer in Saas Fee. Acht jung und jung geblie­bene, gut aufge­legte und voll moti­vierte Touren­gänger mit einem Ziel: den Allalin bezwingen!

Schon kurz nach dem Erwerb der Tages­karten erhalten wir die schlechte Nachricht, dass die 1. Sektion der Spiel­bodenbahn eine tech­nische Panne habe und wir nun doch bis zur Tal­station der Felskinn­bahn laufen müssen. Um es vorweg zu nehmen, es war das einzig Negative am heutigen Tag.


Wir verlassen bei der Mittel­station die Metro­Alpin und steigen durch die mittler­weile deutlich in die Jahre gekommene Röhre und die steile Moräne auf den Hohlaub­gletscher ab. Anziehen der Steig­eisen, anseilen, den nun völlig leeren Rucksack straff­ziehen und los geht’s. Der Weg über den bereits am frühen Morgen nicht ganz einfach zu über­querenden Hohlaub­gletscher mit einigen Spalten führt uns direkt zum ersten Auf­schwung hoch. Oben ange­kommen muss nur noch der Schrund über­wunden werden. Dieses Abenteuer meistern alle mit Bravour und kostet uns nur wenig Zeit. Mit wolken­losen Himmel, viel Sonnen­schein, unglaub­lichem Weitblick und bestem Tritt­schnee steigen wir dem breiten Grat entlang dem Gipfel entgegen. Da heute nur wenige Seil­schaften auf unserer Route unterwegs sind, können wir ohne Wartezeit direkt ins kurze Felsband ein­steigen. Doch da haben wir uns wohl zu früh gefreut. Wir müssen zwei uner­fahrenen Berg­steigern in den drei Seil­längen zur Hand gehen und aus der einen oder anderen kuriosen Situation befreien. Nach einer lustigen Diskus­sion und vielen „Danke“ sind es nur noch wenige Meter bis zum Gipfel.


Nach den obliga­torischen Fotos und einer Stärkung treten wir den Rückweg an. Auf der Normal­route geht’s Richtung Mittel­allalin. Im unteren Teil ist noch eine ca. 15 Meter hohe Holzl­eiter über eine riesige Spalte zu über­winden und schon nach kurzer Zeit sitzen wir im Drehres­taurant, um auf eine wunder­bare Tour und einmalige Erfahrung anzu­stossen. Für mich wird diese Tour immer speziell in Erinne­rung bleiben. Meine erste SAC Tour als Touren­leiter ist ohne Kratzer am Helm oder geris­senem Finger­nagel zu Ende gegangen.

Danke an alle für diesen tollen Tag und die wunder­schöne Tour. Ich freue mich schon auf weitere gross­artige Erleb­nisse.

Bericht: Fernando | Fotos von allen