SAC Sektion Zermatt

Tourenbericht

Mönch und Jungfrau, 3./4. August 2016 → Fotos

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Leitung:
Urs Lauber
Seilschaft 1:
Sven Friedli, Katharina Kuster
Seilschaft 2:
Urs Lauber, Silvia Burgener, Fabian Wenger

Nach drei­maliger Absage in den vergan­genen Jahren konnte die Tour auf den Mönch und die Jungfrau doch noch durch­geführt werden. Ein Wetter­fenster erlaubte es Urs, die Tour noch kurz­fristig zu planen und es fanden sich schluss­endlich 5 SACler ein, welche die zwei Tage in Angriff nahmen.


Mönch 4107m, 3. August 2016

Nach einer langen Anfahrt standen wir um 9 Uhr auf dem über­bevölker­ten Jungfrau­joch und nahmen die „Autobahn“ Richtung Mönchs­joch­hütte unter die Füsse. Vom Einstieg bis zum Gipfel waren abwechs­lungs­weise Schnee und Fels in über­schau­barer Schwierig­keit zu bewäl­tigen. Im aus­gesetzten Gipfel­grat wurden wir dann sanft in eine Nebel­decke gehüllt, welche uns die Aussicht vom Gipfel partout nicht freigeben wollte. Über den teilweise rutschi­gen Abstieg gelangten wir schon früh zurück zur Mönchs­joch­hütte, wo Essen, Trinken, Zeit-Tot­schlagen und Schlafen angesagt waren.

Jungfrau 4158m, 4. August 2016


Am nächsten Morgen ging es um 4 Uhr los. Zuerst vernich­tete man Höhen­meter, weil der Einstieg der Jungfrau unterhalb der Hütte lag. Die erste Kletter­passage mit einer Schlüssel­stelle wurde von Urs souverän über­stiegen, dann ging es im Schnee weiter bis auf den Rottal­sattel. Von dort an waren steile Schnee­wände die Regel, dass heisst mit flachem Pickel und den Steig­eisen gut verankern und fast „Leiter mässig“ hoch­steigen.


Um 8 Uhr 30 erreich­ten wir den Gipfel und genossen diesmal die fantas­tische Aussicht über die Berner Alpen, den Aletsch­gletscher und sogar das Weiss­horn und Matter­horn waren greifbar nahe. Beim steilen Abstieg war dann nochmals Konzen­tration gefragt, und um 11 Uhr kamen wir im Jungfrau­joch an, wo uns die Touristen­ströme schluck­ten und wir uns unver­mittelt nach den vergan­genen einsamen Stunden sehnten.

Danke an Urs und Sven für die Organi­sation, den Teil­nehmern für die kurz­weiligen zwei Tage.

Bericht: Faby
Fotos: Urs

Mönch und Jungfrau: