SAC Sektion Zermatt

Tourenbericht

Skifahren und Skitouren in Italien, 31.3./1.4.2014 → Fotos

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Leitung:
Kari Schmidhalter
Teilnehmer:
Yvonne Amherd, Alfons Biner, Edi Biner, Jakob Graven, Beatrice Heynen, Rita Perren, Priska Thalmann

Montag, 31. März 2014


Mit Fellen, Harsch­eisen, Neces­saire und Sonnen­creme gepacktem Rucksack treffen wir uns um 8.30 Uhr bei der Gondel­bahn Matter­horn Paradiese. Sehr eng aneinan­der gereiht stehen wir 30 Minu­ten später in der Seilbahn zum Klein Matter­horn. Skimon­tage und in rassiger Fahrt geht es zum Colle Cime bianche.

Für die Abfahrt nach Saint Jacques findet unser Touren­leiter Kari die schönsten Hänge sowie die steilsten und engsten Couloirs. Im Hotel Genzia­nella geben wir unsere Rucksäcke ab und machen uns auf den Weg zu einem impo­santen abwechs­lungs­reichen Skitag. Für Kenner des Ski­gebie­tes Monte Rosa hier einige Stationen: Colle Betta­forca / Stafal (Gressoney) Gabiet / Salati/ Piana lunga / Alagna / Punta Indren … Auf Alfons Ausruf nach 14 Uhr, seine Kutteln hätten keinen Halt mehr, zeigt auch Kari Erbarmen und das Mittag­essen war angesagt. Wie in Italien üblich mit viel Antipasti, Pasta und Wein. Bald fahren wir auf und neben den Pisten weiter über Betta­forca Crest Bell­vedere bis Champoluc. Nach einem solchen Skitag ist eine Stunde Ruhepause vor dem Essen kein Luxus. Glücklich einen solchen Tag erleben zu können sitzen wir schon bald ausgeruht beim gemüt­lichen Nacht­essen begleitet von Wein und Genepi.

Da unsere lieben Nachbarn in Italien einfach am 1. April das Skigebiet Antagnon schlies­sen (lange, aber leider vergeb­lich hoffen wir, es sei ein April­scherz) dürfen wir uns auf eine aben­teuer­liche Bestei­gung des Col de Nana vorbe­reiten, anstatt gemütlich in ca. 2 Stun­den über den Col Pillonet zu „fellen.“


Dienstag, 1. April 2014

Aber alles beginnt ganz harmlos an diesem zweiten Tag in Italien. Riesiges Früh­stücks­buffet um 6.30 Uhr, 7.00 Uhr Felle und Harsch­eisen montieren und los geht es. Gemütlich durch den Wald, begleitet vom Gesang der Amseln, steigen wir hoch zur Alpe Richtung Col de Nana. Unterhalb des Rifugio Tournalin gibt es eine kurze Pause mit Bespre­chung der Route über die steile Flanke und dem Couloir hoch zum Col. Hier ahnt noch niemand was die nächsten 300m Aufstieg alles von uns fordern werden. Die ersten Höhen­meter finden die Harsch­eisen noch Halt. Doch dann heisst es die Ski in die Hände nehmen, die Ski­bindun­gen als Pickel einsetzen und Kari’s Fuss­trit­ten folgend die Coulvoirs über­queren. Als ein Harsch­eisen den Ski von Yvonne verlässt und den Couloir hinunter rutscht, denkt wohl jeder: „Lieber das Harsch­eisen als einer von uns.“ Nach dieser Durch­querung brauchen wir nochmals recht viele Kräfte, da der Schnee an unsern Fellen „tüet tschollu“.

Über­glück­lich stehen wir um 12 Uhr auf dem Col de Nana. Nach einer kurzen Ess-und Trink­pause geht die Fahrt sulzig einige Hänge hinunter. Nach einem kurzen Gegen­anstieg schwingen wir in herr­lichem Pulver­schnee hinunter nach Genail. Bei Sulz fahren wir weiter zwischen Bäumen und Sträu­chern bis Valtour­nenche. Das wohl­verdien­te Bier lässt hier nicht lange auf sich warten. Nach zwei erlebnis­reichen Tagen treffen wir wunderbar geführt von Kari in Zermatt ein. Ein grosses, herz­liches Merci an Kari und die tolle Gruppe.

Bericht: Priska
Fotos: Yvonne