SAC Sektion Zermatt

Tourenbericht

Pointe de Vouasson 3490m, 21. März 2013 → Fotos

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Leitung:
Diana und Urs
Zermatt:
Fabienne Jelk
Saas:
Simone Knepper, Freddy Meichtry, Peter Lochmatter
Doppelmitgl.:
Diana Zurbriggen, Silvia Burgener, Kari Schmidhalter, Reini Anthamatten, Urs Lauber
„Berg und Berg kommen nicht zusammen, aber Mensch und Mensch.“
– Iranisches Sprichwort


An diesem 21. März 2013 kamen die Mattini und die Saasini zusammen, um die Pointe de Vouasson bei Arolla zu besteigen. Erster Treffpunkt war der Killerhof. Es heisst immer, die Frauen würden viel reden, aber auf dem Weg von Zermatt ins Tal hinunter waren es die beiden Männer, die frühmorgens schon hochstehende Gespräche führen wollten, währenddem die Frauen einsilbige Antworten gaben und eigentlich lieber schlafen wollten. Wie es bei den Saasini war, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf alle Fälle kamen wir nach zweieinhalbstündiger Fahrt gegen halb acht in La Gouille 1834m an.

Vor uns lagen 1700 Höhenmeter. Zunächst führte der Aufstieg durch einen Lärchenwald zum Lac Bleu. Wir haben uns in der Kolonne schön abgewechselt, ein Saasi, ein Matti, ein Saasi… Die ersten 1000 Höhenmeter kamen wir zügig voran, und bald schon sahen wir die Cabane des Aiguilles Rouges links von uns auf einem Felsvorsprung. In der Zwischenzeit trafen wir auf den Bergführer François Perraudin und seinen Kollegen. Nun waren wir also 4 Mattini, 5 Saasini und 2 Welsche. An diesem Berg kamen tatsächlich Mensch und Mensch zusammen :). Die Landschaft dort oben ist wunderschön, wild und einsam, und wir durften als erste unsere Spuren hinterlassen… Nun ja, für diejenigen, die von nun an als erste spuren mussten, war die Einsamkeit wohl nicht so romantisch, sondern eher ein Riesenchrampf, es hatte nämlich etwa 30 cm Neuschnee. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an jene, die vorangegangen sind! Gegen halb zwölf waren wir auf dem Gipfel und wurden mit einer wunderschönen Aussicht auf die Berner Alpen, auf Weisshorn, Dent Blanche etc. und aufs Hore belohnt.

Nun folgte das Highlight des Tages, 1700 Höhenmeter Abfahrt im schönsten Pulverschnee! Auch jetzt durften wir als erste unsere Spuren hinterlassen, was bedeutete, dass wir unberührte Hänge vor uns hatten. Die Abfahrt durch den Lärchenwald am Schluss war nicht minder interessant. Und wie schon Hans Kammerlander sagte: «Jeder Gipfel ist in Wirklichkeit nur ein Umweg zur nächsten Kneipe.» Also trafen sich die Mattini, die Saasini und les Welsch zu einem Apéro in La Gouille, bevor wieder jeder in sein Tal nach Hause ging, mit wunderschönen Erinnerungen an eine fantastische Tour…

Bericht: Fabienne
Fotos: Urs