SAC Sektion Zermatt
Wir alle freuten uns schon sehr auf diese Tour, zumal wir am Tag zuvor noch mit etwas Neuschnee beglückt wurden. Trotz etwas bescheidenem Wetterbericht für den ersten Tag und einem vernebelten Morgen, trafen wir uns optimistisch um 8.30h an der Talstation und machten uns auf via Bella Italia. Je höher wir gelangten umso mehr lichtete sich der Nebel und auf der italienischen Seite fuhren wir dann direkt in die Sonne.
Zuerst auf der Piste Richtung Valtournenche, dann bei der Abzweigung Colle Cime Bianche führte uns Bettina ins Gelände und da kam dann richtig Freude auf. Vor uns lag ein weisser unberührter Teppich und als Bettina die ersten Schwünge fuhr, konnten wir den Genuss dieser Tour schon einmal erahnen. Die Abfahrt nach Saint-Jaques war der absolute Traum, 20 cm Pulverschnee vom Feinsten, und wir waren exclusiv darauf.
Zurück in der Zivilisation und in Saint-Jaques kam dann schon bald der Minibus, der uns nach Frachey brachte, wo wir dann per Bahn plus Sessellift nach Colle Betta Forca gelangten. Auf einer genial präparierten Piste - die Italiener hatten tatsächlich bedeutend mehr Schnee als wir - fuhren wir ab nach Stafal, weiter mit den Gondeln über Gabiel zum Passo Salati, wo uns dann auf der Abfahrt nach Piana Lunga leider wieder der Nebel einholte. Aufgrund der nicht ganz einfachen Sichtverhältnisse beschloss ein Teil der Gruppe einen gemütlichen Einkehrschwung, die anderen genossen noch die leicht angesulzten Pisten, bevor wir dann gemeinsam nach Alagna abfuhren, eine wunderbare Abfahrt ins Tal mit 1.800m Höhenunterschied.
In der Residence Maria wurden wir dann herzlichst begrüsst, Zimmerbezug und schon bald waren wir im Apres-ski und alle trafen sich wieder in der Bar de les guides, der Apero wurde dann auch ziemlich ausgeprägt. Ein super gemütliches Abendessen, danach noch ein "Betthüpferli", der vielbesprochene Genepy und zwar gleich eine ganze Flasche, war das ein schöner und intensiver Tag!
Am nächsten Morgen zeigte sich das versprochene "grand beau" Bella Italia von seiner sonnigen Seite. Um 8.30h Abmarsch an die Talstation, wo wir ziemlich viele bekannte Gesichter von unserem Apres-ski wiedersahen. Mit den Gondeln fuhren wir über Piana Lunga nach Boghetta Delle Pisse, danach ein mini Heliflug auf den Turlo, wo dann Traumabfahrt Nr. 2 folgte. Unberührtes Gelände und Pulverschnee. Das Glück war auch an diesem Tag ganz auf unserer Seite. Die Fahrt durch den Wald war abenteuerlich und beim Marsch am Ende nach Macugnaga kamen wir zwar alle ziemlich ins Schwitzen, aber belohnt wurden wir mit wunderschönen Landschaftsbildern und danach natürlich einem Bier. Nach einer kurzen Pause und einer Stärkung Aufbruch per Gondelbahn via Montemoro Pass, wo dann - wir konnten es kaum fassen - Traumabfahrt Nr. 3 erfolgte. Wieder fuhren wir die ersten Spuren und das auf heimatlichem Gelände. Am Mattmarksee mussten wir noch einmal für einen kurzen Aufstieg die Felle montieren und in den beiden Tunnel war blanks Eis, aber beim Blick zurück konnten wir alle noch einmal unsere perfekt geschwungenen Spuren bewundern. Über die Strasse fuhren wir dann bis Zermeigera, wo schon ein Taxi auf uns wartete und uns zurück nach Zermatt brachte.
Liebe Bettina, im Namen der ganzen Truppe nochmals herzlichen Dank für diese zwei wunderbaren, unvergesslichen Skitage und deine perfekte Organisation. Es war für uns ein Highlight dieses Winters!
Bericht: Annette
Fotos: Sandro und Urs